Schutz durch Therapie

Eine erfolgreiche HIV-Therapie schützt Sexpartner*innen zuverlässig vor einer Virusübertragung

Wird eine HIV-Infektion mit Medikamenten behandelt, hat dies Auswirkungen auf die Ansteckungsfähigkeit: Bei einer erfolgreichen antiretroviralen Therapie ist die HIV-Übertragung beim Sex ohne Kondom so gut wie ausgeschlossen. Voraussetzung ist, dass die HIV-positive Person täglich ihre Medikamente nimmt und ihre Viruslast seit mindestens einem halben Jahr unter der Nachweisgrenze liegt. Kurz: Die HIV-Therapie deines positiven Partners bzw. deiner positiven Partnerin kann die Übertragung von HIV beim Sex zuverlässig verhindern. Deshalb ist „Schutz durch Therapie“ Safer Sex!

Entscheidend ist, dass ihr eine gemeinsame Vertrauensbasis habt und offen über „Schutz durch Therapie“ reden könnt. Wenn ihr noch offene Fragen habt, wendet euch an eine Aidshilfe oder den behandelnden Arzt bzw. die behandelnde Ärztin.

Mehr zur Viruslast

Die HIV-Medikamente verhindern im Körper eines HIV-positiven Menschen die Vermehrung des Virus. Nach einiger Zeit ist bei einer erfolgreichen Therapie im Blut kein HIV mehr nachweisbar. Man spricht dann von einer „Viruslast unter der Nachweisgrenze“. Kurz darauf sind dann auch in Sperma, Scheidenflüssigkeit, anderen Körperflüssigkeiten und in den Schleimhäuten keine oder nur noch sehr wenige HI-Viren nachweisbar. Eine Übertragung von HIV auf  Sex-Partner_innen ist dann extrem unwahrscheinlich. Auf Kondome kann verzichtet werden, wenn eine HIV-positive Person täglich ihre Medikamente nimmt, ihre Viruslast mindestens seit einem halben Jahr unter der Nachweisgrenze liegt und sie den Erfolg der Therapie regelmäßig prüfen lässt.