Erinnerungen an den Kräutererlebnistag in Goslar 2017 + Jahresprogramm 2018

5. Februar 2018

Unser interkultureller Erlebnistag am Rammelsberg mit Kräuterexpertin Gudrun Zunke // Neue spannende Aktivitäten 2018

Ausflüge ähnlicher oder anderer Art können auch Bestandteil unseres Jahresprogramms 2018 sein.

Wer mehr über Veranstaltungen für Positive, An- und Zugehörige erfahren oder diese mitgestalten möchte, melde sich gern bei Caroline Herberhold unter Tel. 0551.4 37 35 oder

per Mail: caroline.herberhold@goettingen.aidshilfe.de

 

Wir freuen uns sehr, dass Jürgen G. dem Kräutererlebnistag im vergangenen Jahr einen unterhaltsamen Bericht gewidmet hat:

"Schon auf dem Jahresprogramm wurde ich neugierig – weil es halt mal 'was ganz Neues' war. Ankündigungen, hinter denen sich fast alles verbergen kann, haben ja eines für sich: Man stellt die Lauscher auf mehr Achtsamkeit und das Resultat ist dadurch fast immer ein positives. Genauso wie beim Kräutersammeln übrigens, wenn man es richtig angeht, so wie es uns die „Harzer Kräuterhexe“ Gudrun Zunke an diesem Tag so schön nahegebracht hat.

Frühmorgens am Göttinger Bahnhof kamen wir sechs, Caroline, unsere Hauptamtliche, inklusive, in gute Reiselaune. Durch Goslars Fachwerkgassen trabten wir zu Fuß Richtung Weltkulturerbe Rammelsberg. Charmanterweise hatte die AIDS-Hilfe Goslar einen Abholservice mit Ehrenamtlichen organisiert, die uns mit PKW an der Straße auflasen und zum Waldhäuschen des Harzvereins chauffierten. Andere Teilnehmer*innen waren bereits vor Ort.

Interkulturell und bunt – auch altersmäßig gemischt, das war die Gruppe in der Tat! Da wurde wieder einmal spürbar, wie Leben mit HIV und die damit verbundenen prägenden Lebenserfahrungen Menschen zusammenführen können. Unsere heutigen 'Herkunftsländer' hießen Hildesheim, Hannover, Braunschweig, Goslar und Göttingen. Zum Warmwerden gab es mediterrane Brotspezialitäten nebst Kennenlernspiel.

Anschließend begab sich die Gruppe unter die Fittiche der Kräuterfrau Gudrun, die uns kurzweilig in das Tal der Abzucht führte. Nein, nicht um Unzucht zu treiben oder Fruchtbarkeitsrituale am Kinderbrunnen zu üben, sondern um gesunde Brennnesseln, Spitzen Wegerich und Schafgarben zu sammeln, andere Blumen und Kräuter erkennen und unterscheiden zu lernen. Sie verstand es prima, die Gruppe trotz des unterschiedlichen Kenntnisstandes bei der Sache zu halten. Überhaupt bescherte das Laufen im Harzer Waldtal eine relaxte Atmosphäre, um miteinander ins Gespräch zu kommen oder auch nur durchzuatmen und die wildnisartige Landschaft zu genießen.

Danach gab es eine Kompaktschulung zum Thema Wildkräuterverwendung. Wir bereiteten Quark, Butter und Suppeneinlage aus den gesammelten Kräutern. Dazu gab es Brot, geröstete Kürbisspalten und für die 'Fleischpflanzerln' der Gruppe sogar Würste, damit's keinen Vitaminschock geben musste. Dabei verging die Zeit im Nu.

Riesendank an die Goslarer AH und ihre positiven Ehrenamtlichen, die uns ein heimeliges und herzliches Setting für diesen Tag bereitet haben!

In diesem Sinne ein 'Weiter so' auf dem Weg über die heimischen Tellerränder hinweg!"

Jürgen G.